NaDiRa.panel

Beim NaDiRa.panel handelt es sich um eine regelmäßige repräsentative Online-Befragung von mehr als 13.000 Personen in Deutschland, die Rückschlüsse auf die Einstellungen und Erfahrungen aller in Deutschland lebenden Menschen, die zwischen 1951 und 2004 geboren sind, erlaubt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Erfahrungen von Personen, die selbst von Rassismus betroffen sind.

NaDiRa.panel in Kürze

Das NaDiRa.panel ist ein wesentlicher Bestandteil des NaDiRa und derzeit deutschlandweit die größte Längsschnittbefragung, an der von Rassismus betroffene Personen überproportional teilnehmen. Die Rekrutierungsbefragung des NaDiRa.panels fand im Sommer 2022 statt. An dieser nahmen mehr als 20.000 Personen teil, von denen sich 13.000 zur regelmäßigen Teilnahme an unseren Befragungen bereit erklärten. Da die Stichprobe auf einer Zufallsziehung aus den Einwohnermelderegistern deutscher Gemeinden basiert, können mit ihr Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit aller in Deutschland lebenden Menschen gezogen werden, die zwischen 1951 und 2004 geboren sind. Da uns insbesondere die Erfahrungen von Menschen interessieren, die selbst von Rassismus betroffen sind, wurden diese verstärkt zur Teilnahme an unserer Panel-Studie eingeladen. Die Befragten werden in regelmäßigen Abständen per E-Mail und per Post zu unseren Online-Befragungen eingeladen. Das NaDiRa.panel ergänzt damit die qualitativen Projekte des NaDiRa um sogenannte 'harte Daten', die dabei helfen können, die Diskussionen zu Rassismus zu versachlichen.  

Weitere Fragen zur Methode

Quantitative Befunde sind stets eine vereinfachte Darstellung von sozialer Komplexität. Insofern bietet die quantitative Erhebung zwar eine grundsätzliche Orientierung, um Aussagen über Rassismus in Deutschland zu tätigen, bleibt jedoch notwendig oberflächlich. Daher braucht es neben quantitativen weitere methodische Zugänge, um Rassismus in seiner gesellschaftlichen Eingebundenheit zu verstehen. Für das Panel selbst gilt: nur eine hohe und konstante Teilnahme an den Befragungen sichert die Qualität der Ergebnisse, die durch das NaDiRa Online Access Panel produziert werden. 

Im NaDiRa.panel werden belastbare Daten zu den Ursachen, dem Ausmaß sowie den Folgen  von Rassismus erhoben. Da es sich beim NaDiRa.panel um eine Längsschnittbefragung, also eine regelmäßige Befragung derselben Personen handelt, geben die Daten nicht nur eine Momentaufnahme aktueller Meinungen und Erfahrungen wieder, sondern erlauben darüber hinaus, Veränderungen und Trends über die Zeit festzustellen. Mithilfe des NaDiRa.panels können so zum Beispiel Aussagen zum Ausmaß von Rassismuserfahrungen im Zeitverlauf getroffen werden. Auch erlauben die Daten einen Vergleich unterschiedlicher Gruppen (z.B. von Rassismus betroffene versus nicht betroffene Menschen). Die statistische Analyse und Interpretation der Daten sollte dabei stets theoriegebunden erfolgen und auch die Erkenntnisse qualitativer Studien zu Rassismus mit einbeziehen.  

Projekte

 

Ansprechpartner*innen

Prof. Dr. Zerrin Salikutluk

Co-Leiterin NaDiRa
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor

Dr. Merih Ateş

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Abteilung Integration &
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor

Tae Jun Kim

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor

Kien Tran

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor
Lisa Walter

Lisa Walter

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Cluster "Daten - Methoden - Monitoring" &
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor

Ausgewählte Literatur

  • Ruland et al. 2022 Methodenbericht Aufbau eines Online-Access-Panels und Erstbefragung im Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) 
  • Ruland, Michael; Link, Sebastian; Malina, Aneta (2022): Pretestbericht. Aufbau eines Online-Access-Panels im Nationalen Diskriminierungs und Rassismusmonitor (NaDiRa), Bonn.