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Mit Kopftuch auf Jobsuche

Showing your religion: Hidschāb und Chancengleichheit auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Die Debatte über die Rolle von Diskriminierung für die vergleichsweise schlechtere Positionierung von Muslim*innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist in vollem Gange. Vor diesem Hintergrund wird die Relevanz von wahrgenommener Diskriminierung und der Umgang von Muslim*innen mit antizipierter Diskriminierung oft übersehen. Das Forschungsprojekt greift daher eine Reihe wichtiger Fragen zu antimuslimischen Rassismuserfahrungen auf: 1) Wie wird antimuslimischer Rassismus auf dem deutschen Arbeitsmarkt wahrgenommen? 2) Welche Konsequenzen haben erlebte und antizipierte Diskriminierung aufgrund von Religion für Arbeitsmarktentscheidungen? 3) Wie heterogen sind Erfahrungen von antimuslimischem Rassismus in Bezug auf die Intersektion von Geschlecht und Religiosität? Für die Datenerhebung erfolgt die Rekrutierung von Befragungsteilnehmer*innen über Anzeigen in dem sozialen Netzwerk Facebook.

Schlagworte

Religion
Kopftuch
Rassismus
Arbeitsmarkt

Mitarbeitende

Zerrin Salikutluk
Magdalena Krieger
Simon Kühne
Zaza Zindel

Kooperierende

Erste Ergebnisse

Die Befragung wird aktuell finalisiert. Voraussichtlich wird die anvisierte Stichprobengröße von 5.000 Befragten erreicht. Bei der Recherche zu Studien, Messkonstrukten und Items im Themenbereich Diskriminierung sind bisher folgende Aspekte aufgefallen: - Bislang werden kaum Fragen zu antizipierter Diskriminierung, und welchen Effekt diese auf die Arbeitsmarktentscheidungen haben, gestellt. - Bislang werden kaum Fragen zu Diskriminierung aufgrund von Religion gestellt. - Bislang gibt es wenig Evidenz zu den Maßnahmen, die Betroffene ergreifen, wenn sie sich diskriminiert fühlen. 

Überraschende Einsichten

Bisherige Studien liefern bislang kaum belastbare empirische Ergebnisse zur Intersektion von Geschlecht und Religion. So ist zum Beispiel unklar, ob muslimische Männer stärker als kopftuchtragende Musliminnen diskriminiert werden. Über beide Gruppen existieren negative Stereotype, die möglicherweise zu Diskriminierungen durch Arbeitgeber*innen führen können.   

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de