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Ostdeutsche Postmigrant*innen

Erfahrungen rassifizierter Menschen im Osten

Das Forschungsprojekt untersucht die Spezifität biographischer Erfahrungen mit und eingenommener Perspektiven auf Rassismus in Ostdeutschland. Dabei interessiert insbesondere der Nexus zwischen institutionalisiertem und situativem Rassismus. Das Erkenntnisinteresse lautet dementsprechend: Was kennzeichnet Erfahrungen mit Rassismus in der ehemaligen DDR und den ostdeutschen Bundesländern? 

Schlagworte

Rassismus
Ostdeutschland
Postmigrant*innen

Mitarbeitende

Jeannette Gusko
Kristina Kämpfer
Abini Herzberg
Thomas Prennig
Johanna Wetzel
Sabrina Zajak
Kathleen Heft
Daniel Kubiak

Erste Ergebnisse

Die ersten Ergebnisse lassen ad hoc spezifische Eigenheiten im Phänomenbereich des ostdeutschen Rassismus erkennen. Einerseits spielen strukturell sowohl die ideologische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in der DDR als auch die juristische Handhabe bezüglich Vertragsarbeiter*innen eine zentrale Rolle. Andererseits lässt die Intersektion der beiden Entwertungskategorien "ostdeutsch" und "rassifiziert" vor dem Hintergrund einer umfassenden Krisensituation in Gestalt der Wiedervereinigung neue Erkenntnisse erhoffen.

Überraschende Einsichten

Überrascht hat zum einen der flächenübergeifende Exodus rassifizierter Menschen aus dem ehemaligen Staatsgebiet der DDR nach 1989, der bis heute Spuren hinterlassen hat und in der Entstehung von No-go-Areas kulminierte; zum anderen die Nicht-Anerkennung westdeutscher Community-Organisationen von Seiten der Untersuchungspersonen, die sich auf eine genuin ostdeutsche Identität beriefen.

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de