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Rassismus in der Polizei

Institutioneller Rassismus in der Polizei. Rassistisches ‚Wissen‘ und seine Nutzung

Das Projekt untersucht institutionellen Rassismus in der Polizei anhand der Analyse von rassistischem ‚Wissen‘ und seiner Nutzung, wobei die folgenden Fragestellungen im Mittelpunkt stehen: 1) Welches rassistische ‚Wissen‘ wird als nützlich für die polizeiliche Arbeit dargestellt? 2) Welche polizeispezifischen Bedingungen führen zu einem Rückgriff auf rassistisches ‚Wissen‘? 3) Mit welchen Mitteln wird versucht, Rassismus in der Polizei zu reduzieren?

Schlagworte

Polizei
Rassismus
Methoden

Mitarbeitende

Alexandra Graevskaia
Tim Handick

Erste Ergebnisse

Hintergrundwissen, das in der Polizei zur Herstellung einer vermeintlichen Handlungssicherheit genutzt wird, geht vielfach mit rassistischen Klassifikationen einher. Rassistisches ‚Wissen‘ wird geteilt, wenn das Gegenüber migrantischer Vielfalt nicht ablehnend gegenübersteht. Der hohe Stellenwert von Erfahrungen (kollektives Erfahrungswissen und objektiviertes Wissen) sowie der Erfolg im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung, wie sich am Beispiel von Racial Profiling gezeigt hat, tragen zur (Re-)Produktion von Rassismus bei. 

Überraschende Einsichten

In der Polizei wird so gut wie nie von Rassismus gesprochen, stattdessen wurden in den Interviews Begriffe wie "Vorurteile" oder "Vorbehalte" verwendet. Dies zeigt, dass Rassismus nur als individuelles Problem gesehen wird. Entsprechend wird dagegen auf individueller Ebene (zum Beispiel durch Fortbildungen) vorgegangen. Es wird versucht, auf einzelne Personen einzuwirken, nicht jedoch polizeiliche Routinen oder Strukturen zu verändern, die zur (Re-)Produktion von Rassismus in der Institution Polizei führen.

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de