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Rassismus in der Sportförderung

Rassismus in der Sportförderung – postkoloniale Kontinuität

Das Kurzprojekt untersuchte koloniale Denkmuster und Repräsentationen in Sportförderprogrammen. Ausgangspunkt der Analyse ist, dass Sport vielfach positiv als „Integrationsmotor“ dargestellt wird. Basierend auf postkolonialen wie auch dekolonialen Ansätzen befasst sich die Studie mit der Wirkmächtigkeit von kolonialen Kontinuitäten, insbesondere in Form von stereotypen Darstellungen und Vorurteilen.

Schlagworte

Sport
Integration
Rassismus
Othering
Postkolonialismus

Autor*innen

Lara Kronenbitter
Michaela Hochmuth 

Kooperierende

 

 

Ergebnisse

Koloniales ‚Wissen‘ wirkt bis heute im organisierten Sport in Deutschland. Die Untersuchung von Policy-Papieren, qualitativen Interviews, Bildmaterial sowie Podcasts zeigt, dass in Sportförderprogrammen koloniale Repräsentationen und Othering-Prozesse existieren. „Othering“ bedeutet, dass Personen als „fremd“ und „anders“ als das eigene Selbst dargestellt werden.

Überraschende Einsichten

Wir fanden es bemerkenswert, dass Sport durchweg positiv als „Integrationsmotor“ konnotiert wird und Rassismus nur wenig thematisiert wird.

Bedeutung für die Praxis

Die Ergebnisse der Kurzstudie könnten in Verbindung mit den Ergebnissen der Kurzstudie zu Racist Stacking im Spitzensport eine sportverbandliche, gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Debatte über den organisierten Sport in Deutschland anstoßen – gerade, weil sie subtile, strukturelle Formen von Rassismus in ihrer kolonialen Kontinuität aufzeigen, die bislang wenig bis gar nicht thematisiert wurden.