Verfestigte Abwertungen, fragiles Vertrauen

Rassismus und Diskriminierung in Deutschland.

Der Monitoringbericht 2026 des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) zeigt, wie verankert Rassismus in der Gesellschaft ist. Auch Erfahrungen mit Diskriminierung sowie Vertrauen in Staat und Politik stehen im Fokus.

Der NaDiRa-Monitoringbericht 2026 untersucht die Entwicklung rassistischer Einstellungen und Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. Aufbauend auf vorherigen NaDiRa-Studien bietet er eine systematische Langzeitanalyse gesellschaftlicher Entwicklungen jenseits kurzfristiger Debatten. Auf Grundlage eines strukturorientierten Rassismusverständnisses unterscheidet der Bericht zwischen biologistischen, kulturalistischen und verdeckten Formen der Abwertung. Die Analyse beleuchtet sowohl Einstellungsmuster als auch konkrete – offenkundige wie subtile – Diskriminierungserfahrungen in zentralen Lebensbereichen und nimmt zudem das Institutionenvertrauen in den Blick. Die Ergebnisse zeigen: Rassismus geht weit über individuelle Vorurteile hinaus. Seine Wirkungen prägen soziale Beziehungen und schwächen das Vertrauen in staatliche Institutionen. Damit betrifft Rassismus nicht nur einzelne Menschen, sondern auch zentrale gesellschaftliche Ressourcen wie sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität. Das kontinuierliche Monitoring des NaDiRa.panels liefert die empirische Grundlage, um Ungleichheiten sichtbar zu machen und politische Handlungsspielräume evidenzbasiert zu erschließen.

ISBN: 978-3-911716-32-1

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