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Black Lives Matter in Europa

Protest gegen George Floyds Tod in Europa: Ausmaß, Lokalisierung und Resonanz antirassistischer Proteste in Deutschland, Dänemark, Italien und Polen im Vergleich

Das Projekt untersucht die "Black Lives Matter"-Proteste (BLM) in Europa, die der Tod von George Floyd in den USA im Mai 2020 ausgelöst hat. Dabei werden das quantitative Ausmaß, die geographische Verteilung der Proteste in vier Regionen Europas, deren Strategien und thematische Rahmung (Framing) sowie ihre Resonanz in der medialen öffentlichen Debatte analysiert.

Schlagworte

Black Lives Matter
Proteste
Europa

Mitarbeitende

Elias Steinhilper
Moritz Sommer
Sabrina Zajak
Folashade Ajayi
Noa Milman
Herbert Reiter
Donatella della Porta
Nicole Doerr, Piotr Kocyba
Piotr Płucienniczak
Anna Lavizzari

Kooperierende

Erste Ergebnisse

Die Studie zeigt große Unterschiede im Vergleich der vier nationalen Kontexte: In Deutschland waren die einzelnen Protestereignisse deutlich größer, während in Italien mit Abstand die meisten Proteste stattfanden. Diese blieben jedoch – nicht zuletzt aufgrund der strengen Hygieneauflagen bezüglich der Corona-Pandemie – relativ klein. Auch im Framing der Proteste finden sich markante Unterschiede: In Italien wurden die "Black Lives Matter"-Proteste stark mit dem kolonialen Erbe des Landes verknüpft; in Polen standen die Proteste dagegen hauptsächlich im Zeichen gegen die weit verbreitete Polizeigewalt im Land.

Überraschende Einsichten

Die Anzahl und die geographische Verbreitung der Proteste in Deutschland und Italien waren überraschend – vor allem die Tatsache, dass Proteste auch in vielen kleineren Städten organisiert wurden. Auffallend ist darüber hinaus, dass junge Aktivist*innen ohne starke Vernetzung in antirassistischen Bewegungen eine große Rolle in der Organisation von BLM-Protesten im Frühsommer 2020 gespielt haben.

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de