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Strategien der Sichtbarkeit

Community Media als Ort der Teilhabe: Perspektiven auf Rassismuserfahrungen von Medienmacher*innen

Das Forschungsprojekt zielt auf die Einbindung von Medienmacher*innen mit Rassismuserfahrung ins Rassismus-Monitoring ab: In Fokusgruppendiskussionen und Interviews wurden Erfahrungen aber auch Gegenstrategien erhoben. Dabei standen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie beschreiben Medienmacher*innen in Freien Medien / Community Media ihre Erfahrungen mit Rassismus und wie sehen Strategien dagegen aus? Was trägt dazu bei, dass die Beteiligung an Medien und die Gestaltung von Medieninhalten (für Radio, TV oder Podcasts) als wirksame Mittel gegen Rassismus erlebt werden? Drei Gegenstrategien zu erlebtem Rassismus sind hier von zentraler Bedeutung: Partizipation, Netzwerken und Aufklärung.

Schlagworte

Medien
Communities
Rassismus

Mitarbeitende

Judith Purkarthofer
Özge Zar
Anne Mölders
Esther Domke
Geylan Daud
Nadia Bellardi

Erste Ergebnisse

Während die Erfahrungen und Ziele von Medienmacher*innen in Freien Medien sehr vielfältig sind, erscheinen die Ausschlussmechanismen recht gleichförmig: Dazu zählen ein erschwerter Zugang, der Mangel an materiellen und symbolischen Ressourcen, aber auch sprachliche Hürden. Rassismus wird nicht als alleinige Diskriminierungskategorie genutzt, sondern findet in intersektionalen Zusammenhängen statt. Menschen mit oder ohne Akzent, mit Kindern oder ohne, mit oder ohne Pass, mit oder ohne Beschäftigung, mit oder ohne Geld sind davon betroffen. Abhängig von den Rahmenbedingungen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Community Media zu machen, ist eine Strategie, gehört zu werden.

Überraschende Einsichten

Für Menschen, die erst als Erwachsene nach Deutschland kommen, sind Strukturen wichtig, die bereits absolvierte Ausbildungen als symbolische Ressourcen, aber vor allem Fähigkeiten und Ziele anerkennen. Community Media können ein Feld sein, in dem bestehende Qualifikationen für den deutschen Medienmarkt „übersetzt“ werden, damit sie danach leichter anerkannt werden können.

Partizipation und Aufklärung gehören zu den wichtigsten Gegenstrategien. Stärkung erfahren Medienmacher*innen ganz klar durch selbstorganisierte Netzwerke abseits etablierter Organisationen. Die Beteiligung daran erleben viele als antirassistische, aber auch als feministische Strategie.

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de