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Rassismus im Gerichtssaal

Rassismus in Gerichtsverhandlungen

Das Forschungsprojekt untersucht die Darstellung von Fällen und Personen in juristischen Lehrbüchern. Es geht der Frage nach, ob bestimmte Fallarten damit einhergehen, dass Personen und Schauplätze mit bestimmten Nationalitäten/Ethnien verknüpft werden (zum Beispiel "Autodiebstahl" und "Polen"). Zudem untersucht das Projekt, inwiefern sich stereotype, zum Beispiel sexistische, diskriminierende und/oder rassistische, Darstellungen bei den Personen finden. Im Rahmen des Projekts werden 110 Lehrbücher aus dem Bereich des Strafrechts analysiert.

Schlagworte

Justiz
Rassismus
Gerichtsverhandlungen
Methoden

Mitarbeitende

Sabrina Mayer
Stephanie Müssig

Kooperierende

Erste Ergebnisse

Erste Ergebnisse zeigen, dass sich sehr häufig sexistische Darstellungen finden lassen, rassistische Darstellungen jedoch weitaus seltener vorkommen. Hinsichtlich der Darstellung von Fällen lässt sich bei einigen Fallarten (vor allem Diebstahl) eine leichte Überrepräsentation von Stereotypen mit Blick auf die Herkunft (hier vor allem Personen aus Osteuropa) beobachten. Für die Auswertung werden systematisch mehr als 5.000 Kodierungen analysiert.

Überraschende Einsichten

Dass die sexistische Darstellung wesentlich stärker ausfällt, hat überrascht. Es wurde eine weitaus häufigere, ähnlich negative Darstellung von Personen mit Migrationshintergrund/Ausländer*innen erwartet. 

Weitere Fragen?

Für weitere Informationen zu dem Projekt können Sie uns per E-Mail kontaktieren: info(at)rassismusmonitor.de